Am 8.2.26 wurde in Portugal im 2. Wahlgang der neue Staatspräsident  António José Seguro gewählt. Er setzte sich mit  66,79% der Stimmen gegen den rechtspopulistischen Kandidaten  André Ventura durch, der lediglich 33,21% der Stimmen erhielt.

Bei den beiden zur Wahl stehenden Kandidaten handelte es sich um einen absoluten Gegensatz. Während der Sozialist Seguro schon als Finanzminister früherer Regierungen und als Parteivorsitzender der PS (Partido Socialista) tätig war, ist sein Gegenkandidat Ventura als rechter Populist und lautstarker Oppositionspolitiker der Partei CHEGA bekannt. Ventura hat sich in der letzten Zeit besonders durch rassistische Aussagen einen Namen gemacht. So hetzte er öffentlich auf Plakaten gegen Roma in Portugal und spricht sich für die Ausweisung aller illegal in Portugal lebenden Ausländer aus. Seine Positionen könnte man am ehesten mit der Politik der AFD in Deutschland vergleichen. Es handelte sich also um eine Schicksalswahl für Portugal, die nun entschieden ist. 

Es gab einige bemerkenswerte Wahlergebnisse. Während der Sozialist Seguro in den Metropolen besser abschnitt konnte sich Ventura auf der Ferieninsel Madeira (43,8%) und im gesamten Distrikt Faro (43,1%) hohe Stimmanteile sichern. Bei den Wahlen in den Auslandsvertretungen zeigte sich, dass es bei den portugiesischen Immigranten in Südafrika (90%), Frankreich (64,1%) und der Schweiz (71,8%) sowie in Brasilien (58,7%) und Argentinien (56%) eine größere Anhängerschaft von Ventura existiert als in Portugal selbst.